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Ratgeber

Wie liest man heute: Papier oder Bildschirm?

19.06.2020

Immer mehr Menschen greifen auf E-Books statt auf Bücher zurück und auch Firmen streben heutzutage ein papierloses Büro an. Doch ist der Bildschirm wirklich immer die bessere Wahl oder hat auch das Papier noch seine Vorzüge?

Wir bewerten eine Studie der Norwegerin Anne Mangen von der Universität Stavanger, die diese beiden Medien verglichen hat.

E-Books und Bücher im direkten Vergleich

 

Papier vs. Bildschirm

Eines der erstaunlichen Ergebnisse der Studie zeigt, dass Menschen, die einen Text auf Papier lesen, sich deutlich besser an Inhalte erinnern als Bildschirm-Leser. Zwar konnten sowohl Papier- als auch Bildschirm-Leser sich gleich gut an allgemeine Handlungspunkte, wie Handlungsorte und Hauptcharaktere erinnern; Doch, wenn nach der zeitlichen Reihenfolge der Handlungen gefragt wurde, konnten Buchleser diese fast doppelt so gut rekonstruieren.

Mangen erklärt diese Diskrepanz dadurch, dass den Bildschirm-Lesern “das haptische Feedback beim Lesen” fehlt. Wer ein Buch aus Papier liest, der merkt, wie die linke Buchseite beim Lesen langsam immer dicker wird. Das hilft dabei, sich an bestimmte Handlungspunkte besser zu erinnern. Beim Lesen auf dem Bildschirm oder mit einem E-Reader fehlt dieses Feedback, so dass es schwerer fällt Handlungen zeitlich richtig einzuordnen.

Auch das Umblättern von Seiten kam den Buch-Lesern zugute, denn so war es für sie einfacher, bestimmte Abschnitte schneller zu finden. Wer hingegen eine lange PDF-Datei liest, dem fehlt das räumliche Verständnis.

Vertieftes Lesen vs. überfliegen

Der Spiegel bestätigt: Menschen lesen Webseiten anders als Bücher. Der dänische Webseiten-Forscher Jakob Nielsen hat zahlreiche Menschen beim Lesen am Bildschirm untersucht. Er kam zu dem Resultat, dass wir Menschen Webseiten lediglich scannen. Auch Linguistin Naomi Baron, vom College of Arts & Science in Washington bestätigt, dass wir am Bildschirm anders lesen. Wir hüpfen von Stichwort zu Stichwort, ohne uns in den Inhalt zu vertiefen.

Dieses Verhalten besorgt Experten wie die Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf von der Tufts University in den USA. Sie erklärt: „Meine größte Sorge ist, dass viele neue und auch einige ältere Leser angesichts der digitalen Fülle an unmittelbaren Informationen, die immer weniger intellektuelle Anstrengung erfordern und enthalten, weder die Zeit noch die Motivation haben, die möglichen Bedeutungen von dem, was sie lesen, zu durchdenken“. Zudem könne man beim Lesen am Bildschirm häufig nicht ohne weiteres Randnotizen machen oder Textstellen markieren, um diese später noch einmal zu lesen.

Gute Absichten vs. gutes Verständnis

Der Schutz unserer Umwelt und das Sparen wertvoller Ressourcen sind unbestreitbar gute Gründe, nicht jedes Dokument auszudrucken. Dank digitaler Technologien können wir viel zum Schutz unseres Planeten beitragen. Doch wer einen Text gut verstehen und verinnerlichen möchte, der sollte das entsprechende Dokument ruhig ausdrucken; denn das hilft beim Verständnis ungemein.

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